In Zusammenarbeit mit AVES-Ostkantone VoG
Lichtverschmutzung
Denn künstliches Licht ist nicht nur ein Problem für die Tierwelt. Die natürliche Abfolge von Hell und Dunkel ist ein grundlegender Taktgeber für
unseren Körper. Nächtliches Licht kann die innere biologische Uhr beeinflussen, die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin verändern und die
Qualität des Schlafes beeinträchtigen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen einen engen Zusammenhang zwischen stärkerer nächtlicher Lichtexposition
und Schlafstörungen. Dunkelheit ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Umwelt. Sie ermöglicht Erholung, Ruhe und einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.
Gleichzeitig brauchen viele Tiere die Dunkelheit zur Orientierung, Nahrungssuche, Fortpflanzung und Wanderung. Besonders Insekten werden
von künstlichen Lichtquellen angezogen und können dadurch wertvolle Energie verlieren oder ihre Lebensräume nicht mehr ungestört nutzen. Auch Fledermäuse,
Amphibien und nachtaktive Vögel reagieren empfindlich auf künstliche Beleuchtung. Die Veranstaltung in Kelmis möchte daher nicht einfach für „mehr Dunkelheit“
werben. Es geht vielmehr um die Frage: Wie viel Licht brauchen wir wirklich – und wo ist es sinnvoll, die Nacht wieder dunkler werden zu lassen? Denn eine gute
Beleuchtung muss nicht möglichst hell sein. Sie sollte gezielt, zeitlich begrenzt und so ausgerichtet sein, dass möglichst wenig Licht unnötig in den Himmel
oder in Naturbereiche gelangt.
Von 20.30 Uhr bis etwa 22.30 Uhr